Der RSC ist abgestiegen

Nachdem der RSC Osnabrück am Sonntag mit 36:70 (11:16 / 11:17 / 7:22 / 7:15) gegen den Serienmeister vom RSV Lahn-Dill verlor und der HSV Hamburg tags zuvor mit 63:60 gegen die Köln 99er gewonnen hatte, ist der Deutsche Meister und Pokalsieger von 1997 auch rechnerisch abgestiegen.

Gegen einen konzentriert beginnenden Tabellenführer aus Mittelhessen waren die Niedersachsen dabei von Anfang an chancenlos. Ohne Joey Johnson, aber mit Richard Peter, der extra für dieses Spiel von einem Lehrgang der kanadischen Nationalmannschaft eingeflogen wurde, führte das Team von Trainer Zeltinger nach sechs Minuten mit 14:4. Sein Gegenüber, nämlich Osnabrücks Trainer Wiegmann sah sich jetzt schon genötigt eine Auszeit zu nehmen, um seine Mannschaft neu einzustellen. Fortan wirkten die Korbjäger vom Goethering wacher und konnten den Rückstand bis zur Viertelpause auf 11:16 verkürzen.
Das zweite Viertel wurde mit einem Paukenschlag von dem stark aufspielenden Gerlach eröffnet, der durch 6 Punkte in Folge den Vorsprung für den amtierenden Pokalsieger wieder auf 23:11 anwachsen ließ. Nohl zum 13:23 und 2 erfolgreiche Schüsse von Korkmaz zum 17:23 sorgten in der 16. Minute für ein wenig Spannung. Bis zur Halbzeit erhöhten die Gäste aber wieder das Tempo, so dass es zur Pause 33:22 für den Favoriten stand.
Ein 18:0 Run des RSV Lahn-Dill besiegelte dann endgültig den Abstieg des niedersächsischen Traditionsvereins. 22:51 hieß es folglich in der 26. Minute, ehe Happeck den ersten Feldkorb in der zweiten Hälfte für die Gastgeber erzielte.
In den verbleibenden Spielminuten verwaltete der  Tabellenführer aus Wetzlar das Ergebnis dann geschickt, ohne dabei glänzen zu wollen oder zu können und machte sich dann mit einem verdienten 70:36 Sieg auf den Weg nach Hause.
Für den RSC Osnabrück wird es in den verbleibenden beiden Spielen wichtig sein, schon jetzt am Aufbau einer schlagfertigen Truppe für die 2. Bundesliga zu feilen.


Osnabrück: Korkmaz 13 (1 Dreier), Freriks 13, Toes 4, Happeck 2, Nohl 2, Tsatsoulis 2,
Jörling, Hüsemann

Lahn-Dill: Gerlach 22, Paye 14, Zwerger 9, Köhler 8, Schell 6, Gundert 5, Peter 4,  
Cisneros 2, Schünemann, Kampmann

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